Flughelfer-Frühjahrsübung am Muttersberg in Nüziders

Am 8. Mai 2026 fand am Muttersberg in Nüziders die diesjährige Frühjahrsübung der Flughelfer statt. Insgesamt nahmen 16 ausgebildete Flughelfer aus vier Stützpunkten sowie zusätzliche Landeplatzhelfer an der groß angelegten Übung teil. Ziel war es, die Zusammenarbeit mit Luftfahrzeugen zu festigen und wichtige Abläufe unter realitätsnahen Bedingungen zu trainieren.

Ein besonderes Highlight der Übung war die Unterstützung durch zwei Hubschrauber: Die Polizei war mit einer EC135 mit dem Rufnamen „Libelle“ im Einsatz, während das Bundesheer mit einer AB 212 mit dem Rufnamen „Bravo“ teilnahm. Die AB 212 ist am Fliegerhorst Vogler in Hörsching stationiert, die Anflugzeit zum Muttersberg betrug dabei rund 2 Stunden und 15 Minuten. Zusätzlich war ein Heeres-Flugretter aus der Kaserne in Bludesch Teil der Besatzung. Insgesamt war das Bundesheer mit zwei Piloten, einem Techniker und einem Flugretter im Einsatz. Die Polizei stellte einen Piloten sowie einen Flugretter. Seitens der Feuerwehr Nüziders nahmen zehn Flughelfer an der Übung teil.

Im Fokus der Übung standen vor allem die sichere Einweisung der Hubschrauber per Flugfunk, die Koordination der eingesetzten Kräfte sowie die optimale Nutzung der verfügbaren Mittel und Ressourcen. Die Teilnehmer konnten dabei wertvolle Routine im Zusammenspiel zwischen Bodenmannschaften und Fluggeräten gewinnen.

Neben den klassischen Übungsszenarien wurden auch sogenannte Tauflüge mit der „Libelle“ durchgeführt, bei denen Flughelfer präzise abgesetzt und aufgenommen wurden. Zusätzlich erfolgten Materialtransporte zu definierten Schadplätzen im alpinen Gelände, darunter die Frasenhütte, Plattau und Mulde. Diese Szenarien stellten hohe Anforderungen an die Koordination und das Zusammenspiel aller Beteiligten.

Die Übung verlief erfolgreich und zeigte einmal mehr, wie wichtig regelmäßiges Training für den Ernstfall ist. Durch die enge Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte konnte die Einsatzbereitschaft weiter gesteigert und die Sicherheit bei zukünftigen Einsätzen verbessert werden.

Teilnahme am Waldbrand Symposium Alpin und Paralleleinsatz

Bereits am darauffolgenden Tag, dem 9. Mai 2026, nahmen drei Flughelfer am Waldbrand Symposium Alpin in Obersdorf im Allgäu teil. Dort hatten sie als Aussteller die Möglichkeit, ihre Einsatzmittel zu präsentieren sowie sich mit Fachkollegen über aktuelle Entwicklungen und Erfahrungen im Flugdienst sowie im Bereich Wald- und Vegetationsbrand auszutauschen. Ergänzt wurde das Programm durch mehrere interessante Fachvorträge.

Gegen etwa 16:00 Uhr wurden die Teilnehmer jedoch mittels Pager zu einem entstehenden Waldbrand in Batschuns alarmiert. Während die Flughelfer aus Hohenems und Egg daraufhin ins Gerätehaus einrückten und in Bereitschaft blieben, wurde der Einsatz durch die Kräfte aus Frastanz und Nüziders abgewickelt.

Beim Einsatz in Batschuns stand erneut der Polizeihubschrauber „Libelle“ im Einsatz. Es mussten jedoch keine Lösch- oder Materialflüge durchgeführt werden.

Das Wochenende zeigte eindrucksvoll die Vielseitigkeit und Einsatzbereitschaft der Flughelfer – sowohl in der Ausbildung als auch im realen Einsatzgeschehen.